Das Butterfly-Projekt an der Dr.- Mehler- Schule

 

-Wir lassen für euch einen Schmetterling fliegen-

 

  

Zum Abschluss des Schuljahres haben sich die V1 und die Klasse 6b dem Butterfly-Projekt gewidmet. Dabei handelt es sich um ein Schulprojekt, bei dem man jüdischen Kindern und Jugendlichen aus der Region gedenkt, die dem Holocaust zum Opfer gefallen sind.

Mehrere Schulstunden haben sich die Schülerinnen und Schüler mit den einzelnen Biographien der jüdischen Kinder beschäftigt. 

Dabei war das Beeindruckende, dass es für jedes jüdische Kind einen eigenen Paten in den Klassen gab, sodass man sich ganz intensiv mit dem eigenen Holocaustopfer auseinandersetzen konnte. Auch der regionale Bezug in den einzelnen Biographien löste unter allen Kindern große Betroffenheit aus und sensibilisierte sie für die Thematik. Dass nur wenige Kilometer von uns entfernt Kinder und Jugendliche während des zweiten Weltkrieges deportiert, zur Zwangsarbeit gezwungen oder getötet wurden, erschütterte die Kinder und Jugendlichen. Nach dem genauen Lesen der Biographien haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b mit Unterstützung der V1 für ihr jüdisches Kind einen Steckbrief erstellt und einen Ton-Schmetterling bemalt.

Diese Schmetterlinge werden zum Andenken an die vielen verstorbenen Kinder und Jugendliche im Schulhaus angebracht. Das Projekt soll in den folgenden Jahren weitergeführt werden, mit neuen Biographien und neuen Schmetterlingen, sodass wir irgendwann ein Meer an Schmetterlingen haben, die den Seelen der Opfer Flügeln verleihen und die uns alle immer wieder an sie und ihre Unschuld erinnern. 

Bürgermeister Ben Schwarz, der zur Präsentation des Schmetterlings-Projektes in die Aula gekommen war, erklärte die Flügelschlagtheorie, nach der ein einzelner Flügelschlag eines Schmetterlings große Veränderungen in der Welt bewirken kann. Auch unsere Schmetterlinge sollen Großes bewirken.

 

Die Zusammenarbeit der beiden Klassengruppen war während des Projektes sehr harmonisch und die V1-Schülerinnen und Schüler haben die Sechstklässler/innen sehr gut informiert und unterstützt. Gemeinsam wurde somit ein Projekt an der Dr.-Mehler-Schule verwirklicht und begonnen, welches zeigen soll, dass wir, als Schulgemeinschaft, jegliche Form von Rassismus und Gewalt ablehnen.